Herzlich Willkommen auf den Internetseiten derE.F. Schumacher-Gesellschaft für Politische Ökologie e.V.


Liebe Mitglieder und Freunde der E.F.Schumacher-Gesellschaft für politische Ökologie e.V.,

am Donnerstag, den 09. Juni 2016 um 19 Uhr hält Prof. Marianne Gronemeyer bei uns in der Seidlvilla wieder einen Vortrag. Diesmal wird sie davon sprechen, wie allmählich eine Welt-Einheitskultur entsteht, die auf der weltweiten Übernahme unserer ökonomischen Wertevorstellungen basiert:Eigentum, Kapital, Profit, Wettbewerb, Erwerbsarbeit, Konsum, technologische Dauerinnovationen und die Beschleunigung in allen Lebensbereichen als Grundwerte der kapitalistischen Marktgesellschaft, die so dominant geworden sind, dass alle traditionellen nicht-ökonomischen Lebensformen und Gesellschaften dagegen verlieren. 

Carl Amery diagnostizierte schon sehr früh das Aufkommen des Totalen Marktes und verwies dabei auf die globale Alternativlosigkeit der kapitalistischen Wirtschaftsgesellschaft. Thematisierte Amery diese Alternativlosigkeit vor allem im ideologisch-religiösen Kontext, so geht es Marianne Gronemeyer auch um die Einsicht, dass es bei totaler räumlicher Ausdehnung der Marktgesellschaft keine Möglichkeit der Auswanderung in ein Land mit nicht-kapitalistischer Kultur mehr gibt. Überall herrschen die gleichen Ideologien, Parteien, Banken, Konzerne und Konsummarken. Sie wird uns bewusst machen, dass wir gerade alle Formen der Andersartigkeit und damit die Freiheit auf Optionen anderer Kulturentwürfe ausrotten.

Auch in der aktuellen Debatte über die Ziele der Integration von Flüchtlingen üben wir uneingestanden eine wirtschaftskulturelle Hegemonie aus. Welche kulturelle und freiheitliche Funktionen haben Grenzen und Begrenzungen?Im Angesicht der aktuellen Debatten über Grenzen und Zäunen, über Obergrenzen und Ausgrenzung, über die Vorteile und Nachteile von Grenzen und Grenzlosigkeit, können wir nur sehr gespannt sein, wie Marianne Gronemeyer dieses Thema anpackt.Es ist immer ihr Anspruch, uns in unserem kulturellen Selbstverständnis  zu hinterfragen und provokante Thesen vorzustellen, um kontrovers zu diskutierende Probleme in ihren grundsätzlichen Dimension zu erkennen. 

Wir würden uns freuen, wenn wir Sie an diesem Vortragsabend begrüßen können. Und bitte leiten Sie diese Vortragsankündigung an alle ihre interessierten Freunde weiter, das Thema, die Referentin und die Aktualität rechtfertigen das allemal.

        Referentin: Prof.em.Dr.Marianne Gronemeyer
Vortragsthema: „Drinnen und Draußen. Vom Verschwinden der Grenzen“
Vortragsdatum: Donnerstag, den 09. Juni 2016
Vortragsort: Seidlvilla , Nicolaiplatz 1b in München-Schwabing
Vortragsbeginn: 19.00 Uhr
Unkostenbeitrag:  6,- € 

 

 

 

Bis dahin Ihnen allen eine gute Zeit.
Es grüßt Sie im Namen des gesamten Vorstandes

Ihr Lex Janssen


KlosterGut Schlehdorf

Mit dem KlosterGut Schlehdorf wächst ein vielseitiger Ort, an dem zukunftsweisende und tragfähige Konzepte und Projekte in vielen gesellschaftlichen Bereichen entstehen. 


Die Ziele der Schumacher-Gesellschaft reichen in alle Bereiche unseres Lebens


Im Einzelnen zählen dazu

  • das Hinwirken auf eine nachhaltige und sozialverträgliche Wirtschaftsweise, die die natürlichen Lebensgrundlagen aller Geschöpfe achtet 
  • das Entwickeln von Wegen zur Harmonisierung von Natur und Ökonomie 
  • Selbstbegrenzung, Einfachheit und Entschleunigung als Leitidee zu einem guten Leben 
  • die Förderung von „menschlicher" Bildung, die Erkenntnis und tatsächliches Verhalten in Übereinstimmung bringt 
  • das Aufspüren der eigenen Verstrickungen in zerstörerische Wirkzusammenhänge, als Konsumenten, im Berufsalltag und als Eltern 
  • die Umstellung unserer Energieversorgung auf hocheffiziente Erneuerbare Energien aus heimischer, naturverträglicher und überwiegend dezentraler Erzeugung.

 

Unser Anliegen ist, das Gedankengut von Ernst Friedrich Schumacher lebendig zu halten und für unsere Zeit zu aktualisieren

  • Worauf lassen sich menschliches Maß und ethisches Bewusstsein angesichts der immer mehr Lebensbereiche bedrohenden Technologien noch gründen? 
  • Wie könnte der heutige Markt als „Institutionalisierung der Nicht-Verantwortlichkeit" (Schumacher) zu einem Markt (in) organisierter Verantwortlichkeit werden? 
  • Welche Formen der Partizipation und Basisdemokratie sind für die Politik, aber auch für alternative Unternehmensverfassungen erstrebenswert? Wie können wir uns von erstarrter Politik und Bevormundung durch Technik befreien, wie den Konflikt zwischen Armut und Reichtum lösen? 
  • Welche Geld- und Bodenordnung würde zu nachhaltigem Wirtschaften passen und den kapitalismuseigenen Zwang zur Expansion überwinden?