Frühere Veranstaltungen


Einladung

Einladung zu einem Ausflug an den Kochelsee auf das KLOSTERGUT SCHLEHDORF und zu unserem Vortrag im Freilichtmuseum Glentleiten "Das Neue Dorf: Produktives Leben in Vielfalt" mit Univ. Prof. Dr.-Ing. Ralf Otterpohl, Technische Universität Hamburg

Samstag, 5. Juli 2014, 11 - 18 Uhr, Kochelsee

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Montag, 13. Januar 2014 um 19 Uhr 

Prof. Gerhard Betz zum Thema: „Wetterkatastrophen – Vorboten des globalen Klimawandels" 

Die Anzahl, das Ausmaß von Wetterkatastrophen wie Stürme, Hurricans, Hochwasser und Sturmfluten nehmen weltweit eindeutig zu. In wie weit stehen sie im Zusammenhang mit dem globalen Klimawandel und geben sie Aufschluss auf die Gefahren und Kosten, die dabei auf uns zukommen?

Gerhard Berz hat die Abteilung für Georisikoforschung bei der Münchner Rückver-sicherung mit aufgebaut und war deren langjähriger Leiter und ist Honorarprofessor an der Uni München.

Die empirischen Forschungen zum Klimawandel belegen einen Zusammenhang zwischen den von unserer globalisierten Industriegesellschaft ausgestoßenen Emissionen, einem globalen Glashauseffekt und einem globalen Wärmeanstieg, in dessen Folge es zu einer global ver-stärkten Verdunstung, Wolkenbildung und atmosphärischen Wassertransport kommt. Gewaltige Energien sind hierbei im Spiel. Stürme, Starkregenereignisse, Dürreperioden und viele mittelbare Folgen machen das Klima überall auf der Welt immer unberechenbarer.

Klimaforschungen bemühen sich um plausible Erklärungen der Vorgänge. Aber welchen Wert haben plausible Wahrscheinlichkeitsberechnungen in der politischen Auseinander-setzung über die daraus zu ziehenden Konsequenzen?

Da der definitive Beweis der Kausalität zwischen menschlichen Emissionen und Klima-wandel fehlt, gelingt es der Politik nicht, klare Entscheidungen hin zu weniger Emissionen zu propagieren. Die Bundesrepublik ist ein gutes Beispiel dafür: die CO2-Emissionen durch die Verbrennung von Braunkohle und Kohle zur Stromerzeugung hat in den letzten Jahren wieder ein Ausmaß erreicht wie zu Zeiten der deutsch-deutschen Zweistaatlichkeit. Umweltverant-wortung war kein Thema im letzten Bundestagswahlkampf, die Ergebnisse daraus können wir an der Industrie- und Profit-konformen Neuausrichtung der Energiewende ablesen.

Wir freuen uns auf Ihr Kommen und auf die politische Diskussion über die Bedeutung des Klimawandels für uns als Privatperson, für die Gesellschaft und für die internationale Staatengemeinschaft. 

Eintritt: 5,- € - Hartz IV-Empfänger 2,- € 

 

 

 

Am 10. Februar 2014 wird Dr. Helmut Wagner einen Vortrag halten : „Homo Empathicus – an Stelle von Homo Oeconomicus" 

 

 

 

Mittwoch 20.11.2013, 19.00 h, Seidlvilla, Nikolaiplatz 1b

Dr. Peter Erlenwein: Fundamentalkritische Medienansätze in den USA – am Beispiel der Journalistin Amy Goodman, die für ihr unabhängiges Radioprogramm den Alternativen Nobelpreis bekommen hat. 

Amy Goodman gilt in den USA als eine der provokativsten Journalistinnen, die dem Corporate America den Kampf angesagt haben.

Für die Verbreitung von Informationen über die Occupy Wallstreet Bewegung spielten ihre Reportagen eine entscheidende Rolle. Nach dem Ende der Bewegung hat ihr journalistisches Team auf Medienebene eine Vorreiterrolle in der Aufklärung über Aktionen und Hintergrundnetzwerke der großen Wirtschafts-US-Unternehmen übernommen. Das Ziel ist eine Erneuerung der amerikanischen Politik und Demokratie von Grund auf.

Angesichts der Vorschläge von US-Präsident Obama zu einer großen Transatlantischen Freihandelszone zwischen EU und USA gewinnen die Vorgänge in den Vereinigten Staaten eine neue Brisanz.

 

Dr. Peter Erlenwein hat schon mehrere Vorträge im Schumacher Forum gehalten. E rist Sozialwissenschaftler, Journalist und Buchautor, seit 3 Jahren inden USA tätig und ein hervorragender Kenner der dortigen Politik- und Medienszene.

Unkostenbeitrag: 5,- € ermäßigt 3,- € 

 


Montag, 02.12.2013, 19.00 h, Seidlvilla, Nikolaiplatz 1b

Thomas Seltmann: Die Photovoltaik-Revolution -Wie Solar den Strommarkt nachhaltig verändert und wie Verbraucher davon profitieren 

Innerhalb weniger Jahre wurde die Photovoltaik vom Strom-Zwerg zur zweitwichtigsten erneuerbaren Energiequelle im Strommarkt. Sie deckt bereits über fünf Prozent des deutschen Strombedarfs. Ihre Kosten sind im letzten Jahrzehnt drastisch gesunken. Solarstrom vom Dach ist mittlerweile billiger als Strom aus dem Netz. Damit wird die Photovoltaik zur Konkurrenz für die Energiekonzerne. Diese verschärfen deshalb den politischen Kampf gegen die dezentrale Energiegewinnung.

Dabei hat die breite Nutzung der Photovoltaik gerade erst begonnen und die technischen Möglichkeiten sind noch lange nicht ausgereizt. Es wäre keine Überraschung, wenn die Photovoltaik in wenigen Jahrzehnten zur wichtigsten Energiequelle würde. Bringt sie die sanfte Revolution auf dem Energiemarkt? Oder wird das durch die mächtige Lobby der Stromkonzerne verhindert.

 

Über den Referenten:

Thomas Seltmann (geb. 1972) ist Solar-Pionier der ersten Stunde, hat zwanzig Jahre Praxiserfahrung mit Solartechnik und ist als unabhängiger Experte ein gefragter Ratgeber, auch in Radio und Fernsehen. Nach dem Fachbuchbestseller „Photovoltaik: Strom ohne Ende“ erschien bei der Stiftung Warentest sein neuer Ratgeber „Photovoltaik – Solarstrom vom Dach“, inzwischen Standardwerk und Bestseller (bereits 4. Auflage) auch dort. Die vierte, aktualisierte Auflage ist seit August 2013 im Handel.

Unkostenbeitrag: 5,- € ermäßigt 3,- €

 


Do. 18.04.2013, 19.00 h, Seidlvilla, Nikolaiplatz 1 b

Satire-Abend Carl Amery „Das Wort vom abwesenden Gott" und „Vom Wert der Natur"

vorgetragen von Beate Himmelstoß (BR) mit einer Einführung von Renate Börger und Lex Janssen

Carl Amery (1922 – 2005) war Historiker, Schriftsteller, Essayist, Satiriker, ein Vertreter der „deep ecology", Mitbegründer der Grünen Partei und Gründer der E.F.Schumacher-Gesellschaft im Jahre 1980. Er legte Wert auf die Bezeichnung Gesellschaft für politische Ökologie , um das zu markieren, was für ihn die Quintessenz aller seiner Analysen, Erkenntnisse und Lösungs- perspektiven beinhaltet: die Rückkehr der Gattung Mensch in die ihr zugedachten Nische im Rahmen unserer irdischen Biosphäre.
In seinem frühen, ersten Buch zur Analyse der Umweltkrise (1972) mit dem Titel „Das Ende der Vorsehung. Die gnadenlosen Folgen des Christentums" geht Amery der Frage nach, wie es historisch zur dieser „gefräßigen" Industrie- und Wachstumsökonomie ausgerechnet im abendländischen Raum von Nordwest- Europa kommen konnte. Und sein Blick in die Zukunft sieht voraus, dass die Menschheit dermaßen erfolgreich ihr globales Wachstumsprogramm fortsetzen wird, dass sie ab 2050-2100 als Gattung von der verwüsteten Natur drastisch dezimiert werden wird. Sich dieser Gefahr bewusst geworden zu sein, ist für Amery die Botschaft des letzten Jahrtausends.

Eine solche apokalyptische Vision ist in dem fulminanten Schlusskapitel dieses Buches von 1972 niedergelegt und sie trägt den Titel „Das Wort vom abwesenden Gott". Im Duktus der Genesis spricht Gott aus dem Jenseits an den Hilfe rufenden Menschen, ein Text, bei dem man eine Gänsehaut bekommt. Der erste Teil dieses Textes steht am Anfang des Abends und wird von der BR- Sprecherin Beate Himmelstoß vorgetragen werden.

Das in den 70-iger Jahren entwickelte Modell der Umweltpolitik in den Industrieländern beschreibt Amery als eine für die Menschheit typische Form des Ablasshandels, ein politisches „Schrebergärtchen" neben dem globalen Feld der Wachstumsökonomie. Die Haltung des Menschen, mit der Natur verhandeln zu können, ist das Thema der Satire „Vom Wert der Natur". Hier glaubt ein Politiker, aus der Position der Stärke Forderungen an die Natur stellen zu können. Eine geniale Darstellung. Ebenfalls von Beate Himmelstoß vorgetragen. Die menschliche Hybris, die ökonomische Verblendung und die ökologische Borniertheit vieler Zeitgenossen kulminieren für Amery in der Forderung nach einer ökologischen Modernisierung der Industriegesellschaft. Gegen diese Art von bagatellisierender Umweltpolitik schreibt Amery wortmächtig an. In einem Wahljahr wie diesem, in einer Zeit der Ab-Wendung von der laufenden Energiewende, kann man offen erleben, wie das wahre Verhältnis von Ökonomie und Ökologie in der Politik gehandhabt wird: die Umweltpolitik muss konform zu den Gewinninteressen der ökonomischen Zentralmächte sein. Carl Amery sähe hier wieder den Fall von unverantwortlichen Verant- wortlichen.

Unkostenbeitrag: 5,- € ermäßigt 3,- €

 

 

Angepasste Technologie

Schumachers Konzept „Mittlere oder Angepasste Technologie", das er in seinem Buch Die Rückkehr zum menschlichen Maß 1973 propagiert hatte, wurde in den siebziger Jahren an der TU Berlin verbreitet. Die Wechselwirkung zwischen Technologie und Gesellschaft war das Thema eines „Fachübergreifenden Forschungsschwerpunkts, FB 15-Internationale Agrarentwicklung"(1976-2005). Eine interdisziplinäre Projektgruppe für Angepasste Technologie (IPAT) wurde dort gegründet, die sich u.a. mit Technologien wie Biogas, Gewässertechnik zur Fischhaltung, Wind- und Solarenergie und Kraft-Wärme-Koppelung befasste. In Ihrem Vortrag stellt Frau Dr. Barbara Ritterbusch-Nauwerck die damals formulierten Ziele und technologischen Projekte vor und berichtet über deren historische Bedeutung für die Nutzung erneuerbarer Energien heute.

Referentin: Dr. Barbara Ritterbusch-Nauwerck, Dipl. Biologin und Limnologin, Ort: Seidlvilla, Nikolaiplatz 1b, Datum: 02. Juli 2012, Beginn: 19 Uhr

 

 

Mittwoch, 19.10.11, 19.00 h, Seidlvilla, Nikolaiplatz 1b

Die ökologischen Grundlagen unserer Existenz

Die natürlichen, terrestrischen Lebensgemeinschaften sind das Produkt eines Evolutionsprozesses, der vor etwa 500 Millionen Jahren begann.

In diesem Prozess haben sich Lebensgemeinschaften entwickelt, die die Ressourcen Sonnenenergie, Wasser, Kohlendioxid und Mineralien am effizientesten nutzen und mit standorttypischen Störfaktoren wie Sturm, Überschwemmung, Feuer, Erdrutsch oder vulkanischer Aktivität am besten fertig werden. Mit anderen Worten: die natürlichen Lebensgemeinschaften wurden auf nachhaltige Bewirtschaf-tung ihres Standortes selektiert. Dadurch wurden sie zu Meisterwerken der Koordination biologischer Auf- und Abbauprozesse.

Bisher hat der Mensch diese evolutionsgeschichtliche Erfahrung der natürlichen Lebensgemeinschaften missachtet und der Biosphäre wenig effiziente Lebensgemeinschaften und Nutzungsformen aufgezwungen, die auf Dauer nicht durchhaltbar sind.

Referent: Hartwig Walletschek, Diplom-Biologe

Eintritt: Euro 5, ermäßigt Euro 4, für Mitglieder der EFSG Euro 2, Talente 4

 


Dienstag, 22.11.11., 19.00 h, Seidlvilla, Nikolaiplatz 1b

Diesseits und Jenseits von Solarenergie - auf dem
Weg zu einer spirituellen Ökologie

In der heutigen Zeit eines tiefgreifenden globalen Wandels auf allen Ebenen steht die Erfahrung des wechselseitigen Bedingt-Seins menschlicher und planetarischer Exi-stenz im Mittelpunkt eines neuen Bewusstseins.

Die ökologische Krise ist daher im Kern keine technologisch-wirtschaftliche, sondern eine geistige, die auf einen radikal anderen Zusammenhang von Oikos (dem Erdhaushalt) und homos (dem Menschen) zielt: eine umfassende (integrale) Spiritualität als Ausdruck der geistig-materiellen Einheit des Kosmos.

Referent: Dr. Peter Erlenwein

Eintritt: Euro 5, ermäßigt Euro 4, für Mitglieder der EFSG Euro 2, Talente 4

 

Freitag, 09.12.11, 19.00 h, Seidlvilla, Nikolaiplatz 1b

Wie könnte die Weltkarte um 2030 aussehen?
Geopolitik heute - Löst China die USA ab?

US-Geheimdienste sagen bis 2025 den Abstieg der USA und des Dollars voraus: "In den kommenden 20 Jahren wird sich der Übergang zu einem neuen System vollziehen" und aus heutiger Sicht die Welt "kaum mehr zu erkennen sein". Kein Szenario kann Entwicklungen sicher voraussagen, aber man sollte sich einige Fragen stellen:

- Wer hat eigentlich Weltmachtambitionen außer China? Sollte sich die EU so profilieren oder braucht sie es gar nicht?
- Wäre es eher eine multipolare Welt oder könnte China als führende Weltmacht dominieren? Welche neuen Kräfte etablieren sich international (jenseits der Staaten)?
- Welche Rolle dürften WELCHE heutigen Schwellenländer spielen? Warum der neue Kampf um Afrika zwischen USA, China und alten Kolonialmächten?
- Wie könnte eine komplette Neuaufteilung von Middle East / Nahost aussehen? Und wie die von Irak, Pakistan, Saudi Arabien - bis hin zur Türkei - veröffentlicht in US-Blättern?
- Welche Weltzone kristallisiert sich als der „eurasische Balkan" heraus, von wo ein (Stellvertreter-)Weltkrieg ausgehen könnte? Warum könnte eine Nichtkriegspartei dann vielleicht Gewinner sein?

Bleiben Brzezinski's und Huntington's Strategien für eine Beherrschung Eurasiens aktuell - folgend einem über 100 Jahre alten militärgeografischen Konzept, dem alle von den Briten über die Roosevelts bis hin zu Hitler folgten?

Referent: Martin Schmidt-Bredow, Wirtschaftsgeograf

Eintritt: Euro 5, ermäßigt Euro 4, für Mitglieder der EFSG Euro 2, Talente 4

Montag, 06.06.11, 19.00 h, Seidlvilla, Nikolaiplatz 1b

Werteregulierte Marktwirtschaft - ein Mitbestimmungsmodell


Nachhaltigkeit und Corporate Social Responsibility oder CSR sind heute ein Differenzierungsmerkmal vieler Firmen. Aber die Gesell-schaft erwartet nicht nur Einzelbeispiele, sie erwartet umfassende, branchenspezifische Ordnung für die großen Problembereiche. In Zeiten global vernetzter Märkte kann diese Antwort nicht mehr allein dem Staat überlassen werden. Der „Ehrbare Kaufmann" muss sich ergänzen durch den verpflichtenden Wertekodex als Leitlinie kompletter Wirtschaftsbranchen. Unternehmenskooperation, Mitbestimmung bei der Lobbyarbeit der Wirtschaftsverbände und insbesondere die verstärkte Nutzung der Standespflichten der Wirtschaftskammern bieten sich an. Der Beitrag erläutert die heutigen Möglichkeiten sowie die Forderungen an den Gesetzgeber für ein Mitbestimmungsmodell zur verstärkt werteorientierten Steuerung des Wirtschaftslebens.

Referent: Dr. Ing. Peter H. Grassmann, Ökosoziales Forum Deutschland e.V. (Vorsitzender), UMWELT-AKADEMIE e.V., München (stellv. Vorsitzender)

Eintritt: Euro 5, ermäßigt Euro 4, für Mitglieder der EFSG Euro 2, Talente 4

Film „Gekaufte Wahrheit" von Bertram Verhaag Termin: 15. Mai 2011, Matinee 11 Uhr im City Kino

Sonnenstraße 12, München, Nähe Karlsplatz (Stachus) gut mit Tram, S- und U-Bahn zu erreichen

Der Inhalt:Zwei führende Molekularbiologen in Schottland und Kalifornien veröffentlichten kritische Ergebnisse ihrer Forschung zu gentechnisch veränderter Nahrung (GM-Food). Sie verloren ihre Arbeit und wurden darüber hinaus persönlich ruiniert durch Streichung der Forschungsmittel und Zerstörung ihres wissenschaftlichen Rufs.


Der Film erzählt aber auch die Geschichte ihres persönlichen Mutes und ihres Verantwortungsgefühls der Öffentlichkeit gegenüber, die bereits jahrelang GM-Food konsumiert. Aussagen von Wissenschaftlern selbst belegen, dass 95% der Forscher im Bereich Gentechnik von der Industrie bezahlt werden. Nur 5% der Forscher sind unabhängig. Die große Gefahr für Meinungsfreiheit und Demokratie ist offensichtlich. Kann die Öffentlichkeit - können wir alle - den Wissenschaftlern noch trauen?


Internationale Auszeichnungen

Der Eintritt ist an der Kinokasse zu entrichten.

 

 

Dienstag, 10.05.11, 19.00 h, Seidlvilla, München, Nikolaiplatz 1b

Atomausstieg in Deutschland und Vollversorgung mit Strom aus Erneuerbare

- bis wann technisch und ökonomisch machbar? -


Sieben von 17 Atomkraftwerken sind mit dem ‚Moratorium' der Bundesregierung seit dem 25. März 2011 vom Netz. Und ‚die Lichter' gehen bei uns - trotz aller bisherigen
Unkenrufen - nicht aus! Der Generalsekretär der FDP proklamiert vollmundig die endgültige Abschaltung dieser sieben Alt-AKWs nach dem Moratorium, und die Bundeskanzlerin kündigt an, zusammen mit der Opposition nun den ‚Weg eines beschleunigten Ausstiegs' aus der ‚Brückentechnologie' zu gehen. Alles politische leere
Versprechen, um den Sorgen der Bundesbürger entgegen zu kommen? Oder doch realitätsnah und in wenigen Jahren machbar?


Wie schnell lässt sich in Deutschland eine Vollversorgung mit Strom aus Erneuerbaren technisch und ökonomisch realisieren? Atomausstieg bis 2017, wie von den Grünen nun gefordert? Und Vollversorgung durch Erneuerbare bis 2020 durch weiteren ungebremsten Ausbau von vor allem Solar- und Windkraft und - komplementär dazu - von Netzen und Speicher-Technologien? Raimund Kamm und Ernst Schrimpff werden visionär diesen Fragen nachgehen und Voraussetzungen und Möglichkeiten benennen.


Referent: Raimund Kamm und Ernst Schrimpff
Eintritt: Euro 5, ermäßigt Euro 4, für Mitglieder der EFSG Euro 2, Talente 4

 

 

Dienstag, 12.04.11, 19.00 h, Seidlvilla, München, Nikolaiplatz 1b

Milliarden für Schilda 21, die Wut der Bürger und neue Perspektiven für die Demokratie


"Stuttgart 21" hat die bundesdeutsche Politik-Landschaft im Jahr 2010 bewegt wie kaum ein innenpolitisches Thema in den letzten Jahren. Wie konnte es dazu kommen, dass ein (scheinbar) lokales, vor 15 Jahren beschlossenes Verkehrsprojekt die gesamte Republik über Wochen und Monate hinweg in Atem halten, Zigtausende auf die Straße und Millionen vor die Fernsehschirme bringen konnte? Was steckt hinter dem Projekt, warum betrifft es weit mehr als ein paar Stuttgarter Bürger, was bedeutet es für das deutsche Bahn- und Verkehrssystem und was können wir aus dem Schlichtungsprozess für die Zukunft unserer Demokratie lernen? Diesen Fragen soll im Vortrag und der anschließenden Diskussion nachgegangen werden.


Referent: Prof. em. Dr. Wolfgang Hesse, Dipl.-Ing.
Eintritt: Euro 5, ermäßigt Euro 4, für Mitglieder der EFSG Euro 2, Talente 4

 

Donnerstag, 27.01.11, 19.00 h, Seidlvilla, Nikolaiplatz 1b

BAYRISCH-KONGO" Up(to)date - ein urbayerisches Wortspiel auf dem Weg in eine neue Dimension.

Was alles möglich ist, wenn politischer Wille und technisches know-how auf Besonnenheit setzen, zeigt die Entwicklung einer Idee, die 2009 auf einer Reise nach Kongo/Brazzaville ihren Anfang nahm (siehe Infobrief Mai/August der E.F. Schumacher-Gesellschaft). Man stelle sich vor ein Land ohne Atomenergie, knapp 60 % der Landesfläche ist mit Regenwald bedeckt. Ein an Bodenschätzen reiches Land, fünfmal so groß wie Bayern.

Ein Entwicklungsland entwickelt sich, weil die Regierung der 3,5 Millionen Menschen den politischen Willen hat, das Land sanft zu modernisieren, primär mittels einer dezentralen Elektrifizierung vor allem für die Landbevölkerung auf der Basis von Son­nenenergie. Ganz im Sinne von E.F. Schumacher soll Energie dort erzeugt werden, wo sie unmittelbar gebraucht wird. Ein mittelständisches Solarunternehmen aus Bayern vermittelt. Kompetenz und Effizienz in der Nutzung von Sonnenenergie (vom Weiß­wurst-Äquator in den Kongo am Äquator).

Während die Weltbank mit „Lighting Africa" eine Kampagne für Solarlampen ausruft, entwickelt sich mit BAYRISCH-KONGO ein Leuchtturm-Modell auf Länderebene. Nichts ist so stark wie eine Idee, deren Zeit gekommen ist.

Referent: Renée Schulz, Solarteurin
Eintritt: Euro 5, ermäßigt Euro 4, für Mitglieder der EFSG Euro 2, Talente 4

 


Mittwoch, 23.02.20, 19.00 h, Seidlvilla, Nikolaiplatz 1b

Nachhaltigkeit als Zauberwort - was meint dieser moderne, politische Begriff?

Nachhaltigkeit ist ein Begriff, in dem sich die Hoffnung auf Zukunfts­fähigkeit bündelt. Aber er wirkt kaum greifbar, wird vielfach von Firmen zum Greenwashing missbraucht oder von Politikern für alles und jedes verwendet.

Dabei ist dieser Leitbegriff, der für wertebasiertes Handeln, langfristiges Denken und zukunftsfähige Innovation steht, dringend notwendig. Wie aber ist das Prinzip der Nachhaltigkeit im Mittelalter entstanden, wieso wurde es im Wald geboren? Wie konnte sich die Forstwirtschaft über Jahrhunderte zu einer Kultur der Nachhaltigkeit entwickeln? Um zu verstehen, was Nachhaltigkeit heute ist und was notwendig ist für eine nachhaltige Gesellschaft, lohnt der Blick zu den Wurzeln.


Referent: Dr. Joachim Hamberger, Dozent für Erwachsenenbildung an der Staatlichen Führungsakademie für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten, Landshut
Eintritt: Euro 5, ermäßigt Euro 4, für Mitglieder der EFSG Euro 2, Talente 4

 


Donnerstag, 31.03.11, 19.00 h, Seidlvilla, Nikolaiplatz 1b

Ökologie, Ökonomie und Ethik - eine tour d´horizon zu Darstel­lungen in der Literatur und praktischen Umsetzungen aus Sicht des Öko-Controllers.

Stichworte im Vortrag sind: Zuständigkeit für Ethik / Wirtschaftsethik / Unternehmensethik, Wirtschaftsordnung, Markt externe Kosten, ökologisches Leitbild "Natur", Steuerungsinstrumente für ethisch-ökologisches Han­deln, globale Effekte, Revitalisierung der sozialen Marktwirtschaft als Lösungsansatz.

Ich möchte die Weite der durch diese Begriffe eröffneten Gemengelage aufzeigen, und auf ihre gegenseitigen Verknüpfungen und Bedingtheiten hinweisen. Eine "allein selig­machende" Lösung werde ich nicht anbieten.

Referent: Prof. em. Dr. Dieter Beschorner, Dipl.-Ing., Dipl.-Wirtsch.-Ing.

Eintritt: Euro 5, ermäßigt Euro 4, für Mitglieder der EFSG Euro 2, Talente 4

Dienstag, 30.11.2010, 19.00 h, Seidlvilla


Geld ethisch verantwortungsvoll investieren - mit Mikrofinanzierung von Kleinstsolaranlagen in Afrika

Erster Teil: Information über „Ethische Geldanlage" mit Aussprache,
zweiter Teil: Erläuterung zum Thema Mikrokredite, u.a. zum Modell „grameen shakti" in Bangladesh, „Mikrofinanzierung und erneuerbare Energien für ländliche Entwicklung - ein Projekt von M. Yunus, der dafür den Friedensnobelpreis erhielt. Im Jahre 2007 wurden damit bereits 100.000 Solar-Home-Systeme finanziert und
dritter Teil: Vorstellen des Mikrokreditinstituts OIKOCREDIT (Genossenschaft).

Referent: Dr. Walter Ulbrich ist Schumacher-Mitglied seit 30 Jahren, Prof. i.R. für Elektrotechnik an der Fachhochschule München, jetzt 1. Vorsitzender des Oikocredit Förderkreises Bayern

Eintritt: Euro 5, ermäßigt Euro 4, für Mitglieder der EFSG Euro 2, Talente 4. 

Dienstag, 12.10.2010, 15.00 h, Mariensäule am Marienplatz in München - bei Dauerregen am Mittwoch, den 13.10.


Gartenhistorische Führung durch den Englischen Garten

Wir wollen das 30-jährige Bestehen der Ernst-Friedrich Schumacher-Gesellschaft e.V. mit einem besonderen Schmankerl begehen - zuerst etwas Schönes genießen und dann beim Gespräch weiter genießen ...
(und besonders feiern wollen wir dann nächstes Jahr den 100. Geburtstag von Ernst Friedrich Schumacher).

Ein großzügiger Grünzug, um den viele Großstädte die Münchener Bürger beneiden, ist der Englische Garten, der sich als " grüne Lunge " und beliebtes Naherholungsgebiet vom Zentrum Münchens entlang der Isar nach Norden erstreckt.

Wie und wann ist dieser Landschaftsgarten entstanden? Was macht ihn für die Münchener so anziehend?

Professor Dr. Michael Goecke, anerkannter Gartenkunst-Historiker, der am Fachbereich Landschaftsarchitektur der Fachhochschule Weihenstephan über zwanzig Jahre lang Gartenkunst lehrte, wird in einem Spaziergang vom Marienplatz aus über den Hofgarten zum Englischen Garten führen und über die Elemente und die Geschichte dieser Gärten referieren. Abschluss dieses gartenhistorischen Spaziergangs wird der Chinesische Turm im Englischen Garten sein, wo wir einkehren und die Eindrücke in gemütlicher Runde ausklingen lassen.

Referent: Professor Dr. Michael Goecke
Führungskosten: 5 Euro, ermäßigt 4; 5 Talente; für Mitglieder 2 Euro




Dienstag, 7. September 2010, 19.00 h, Mohrvilla, Situlistr. 75


Workshop: Vom Denken zum Handeln - Small is beautiful: Was tun angesichts der Finanzkrisen?

Der Arbeitskreis ist eine offene Veranstaltung - jeder ist herzlich eingeladen.

Zur Erleichterung der Organisation bitten wir Sie um Anmeldung bei Ulrich Diekmeyer, Tel. 089-9039333

Eintritt: frei

 

Mittwoch, 21.07.10, 19.00 h, Seidlvilla, Nikolaiplatz 1b

Euro und Europa - Wie geht's weiter?
Ist das Ende unseres Finanzsystems in Sicht?

"Banken retten, Griechen retten, Euro retten - wie lange geht das noch gut?" so titelte jüngst das Magazin stern.
Sitzen die Spekulanten vielleicht in Europa selber? Was bedeutet das für Europa, wenn Deutschland ähnlich wie China gegenüber den USA mit unterbewerteten Löhnen bzw. einer unterbewerteten Währung gegenüber Resteuropa Umsatz und Arbeitsplätze aus dem Raum seiner Handelspartner an sich zieht (so Wirtschaftsnobelpreisträger Joseph Stiglitz)?
Was bedeutet diese Zerreißprobe für den Zusammenhalt von Euro und Europa und was hat uns E.F. Schumacher als Rat für solche Situationen hinterlassen?

Referent: Martin Schmidt-Bredow, Wirtschaftsgeograph
Eintritt: 5 Euro; ermäßigt 4; 5 Talente


Freitag, 21.05.10, 19.00 Uhr, Seidlvilla, Nikolaiplatz 1b

Konflikt und Transformation - Von Sicherheitsdiskursen zu alternativen
Friedens- und Konfliktlösungsmodellen

Der alternative Nobelpreisträger Johan Galtung entwickelte im Lauf der letzten vierzig Jahre ein vielfältiges Methodeninstrumentarium, um Konflikte zwischenmenschlicher und politischer Art schöpferischen Lösungen zuzuführen. Transzendieren und integrieren heißen die Stichworte dieser Arbeit. Im Zentrum steht dabei das Erkennen der tieferliegenden strukturellen Bedürfnisse und Interessen der jeweiligen Konfliktparteien. Holistische Mediation solcher Art setzt bei der grundlegenden Einheit von
Person und Feld an, sie kann als energetisch-atmosphärisches Kontinuum wahrgenommen werden. Viele Psychologen betrachten diesen Bewußtseinsraum
als das eigentliche Heilmedium. An Hand eines von Galtung entwickelten einfachen Modells werden verschiedene Konfliktszenarien und transformierende Perspektiven aufgezeigt. Grundlage aller Friedensarbeit ist Galtungs Diktum: Konflikt ja, Gewalt nein.

Referent: Dr. Peter Erlenwein ist Sozialwissenschaftler, Journalist und
Psychotherapeut und arbeitet seit vielen Jahren im Bereich des
interkulturell/religiösen Dialogs. Er ist Begründer des Instituts für
integrale Entwicklung und Mitarbeiter bei Refugio-München.

Eintritt: 5 Euro; ermäßigt 4; 5 Talente

 

 

Donnerstag, 22.04.10, 19.00 h, Seidlvilla, Nikolaiplatz 1b

Lehren aus der Finanz- und Wirtschaftskrise

Die aktuelle Wirtschaftskrise (die größte seit 1929) hat tiefe Spuren hinterlassen. Ihre spezifischen Ursachen, wie weltweiter Handel mit „junk bonds", überhöhte Renditeerwartungen und Risiken, neoliberale Deregulierung, Shareholder Value u.a. werden analysiert und daraus Ansätze für eine Reform des derzeitigen Finanz- und Wirtschaftssystems abgeleitet.

Hierzu gehören Vorschläge für eine effiziente Regulierung des Finanzsektors ebenso wie zur Ablösung des Neo-Liberalismus` und des Shareholder Value, hin zu einer Größenbegrenzung von Konzernen, Begrenzung von Boni und Gesamteinkommen von Bankern und Managern sowie zur Abschöpfung überhöhter Gewinne.

Referent: Dr. Ulrich Mössner, Betriebs- und Volkswirt

Eintritt: 5 Euro; ermäßigt 4; 5 Talente

  

Donnerstag, 18.03.10, 19.00 Uhr, Seidlvilla, Nikolaiplatz 1b

Grenzen des europäischen Denkens als Grenzen der ökologischen Neuorientierung

Das Europäische Denken hat Grund, auf sich stolz zu sein: hat es doch die Technologie hervorgebracht. Damit können Milliarden Menschen ernährt
werden. Angesichts der ökologischen und sozialen Krise scheint es erforderlich, dass auch das Denken sich verändert. Heftiger Widerstand entsteht,
wenn Einzelne oder Gruppen anders denken. Nicht nur institutioneller Widerstand, meist aus handfesten finanziellen Interessen, verhindert geistige Innovation. Es ist unser aller Festhalten an der überkommenen Art und Weise zu denken, die verhindert, andere Möglichkeiten auch nur zu erwägen. Die Geschichte der Philosophie und Kultur zeigt uns, welche Alternativen wir verworfen haben. Sollen wir also im Müll der Geschichte graben, um andere Denkinstrumente zur Lösung unserer Krisen zu suchen? Nicht nötig: Der philosophische interkulturelle Dialog, insbesondere die Werke des Sinologen und Philosophen Francois Jullien, zeigt uns in aller Deutlichkeit
andere Möglichkeiten. Am eigenen Leib werden die Zuhörer ihre Widerstände spüren, wenn
fremdes Denken dargestellt wird.
Vortrag und Diskussion gestalten Ernst Friedrich Lauppe, Leiter des Philosophischen Cafés Starnberg (philo-cafe.de).

Eintritt: 5 Euro; ermäßigt 4; 5 Talente

 

Donnerstag, 18.02.10, 19.00 Uhr, Mohrvilla, Situlistr. 75

Workshop: Vom Denken zum Handeln - Small is beautiful (6)

Zu Beginn hören wir von Initiativen zur Nutzung der Sonnenenergie und zu einem Bildungsprojekt in Republik Kongo - es berichtet Renée Schulz.
Anschließend setzen wir die Arbeit des Arbeitskreises Bildung fort. Der Arbeitskreis ist eine offene Veranstaltung - jeder ist herzlich (und ohne Eintritt) eingeladen.

Wer mitmachen möchte, sollte sich jedoch anmelden bei Ulrich Diekmeyer,
Tel. 089-9039333

 

Mittwoch, 20.01.2010, 19.00 h, Seidlvilla, Nikolaiplatz 1b

Terra Preta, Naturnaher Landbau und Erneuerbare Energien- Chancen für einen wirksamen Klimaschutz

Während die meisten internationalen Politiker im Angesicht des sich dramatisch zuspitzenden Klimawandels - spürbar z.B. durch den Meeresspiegel - bisher konkreten Verpflichtungen zu CO2-Emissionsminderungen ausweichen, haben Wissenschaftler in den letzten Jahren vielversprechende Möglichkeiten entdeckt, durch insbesondere zwei Strategien aus der Klimafalle in absehbarer Zeit herauszukommen:

1. Vollständiger Stopp der anthropogenen Klimagas-Emissionen
2. Rückbindung des übermäßigen Kohlenstoffs aus der Atmosphäre in die Böden der Welt.

Die erste Strategie ist erreichbar durch Beendigung der Nutzung fossiler sowie atomarer Energien und raschen Umstieg auf 100 Prozent Erneuerbare Energien sowie naturnahen Landbau in der Welt.

Die zweite Strategie beinhaltet Humusaufbau in den zumeist durch Bodenbearbeitung stark humusverarmten Böden der Welt, sowie Reaktivierung von Halbwüsten- und Wüstenböden insbesondere durch das erst seit 10 Jahren entdeckte Terra-preta-Prinzip.

Wie kann langlebiger Humus in den Böden wieder aufgebaut werden, so dass diese zu einer Kohlenstoffsenke werden? Worin besteht das Terra-preta-Prinzip und welche Folgen für eine zusätzliche Kohlenstoffanreicherung und für eine deutlich erhöhte Ertragsfähigkeit ergeben sich aus diesem Prinzip? Gibt es schon praktische Ansätze zu seiner Umsetzung in verschiedenen Klimazonen der Welt?

Auf diese und ähnliche Fragen soll im Lichtbilder-Vortrag eingegangen werden.

Referent: Prof. em. Dr. E. Schrimpff hält uns einen Vortrag und diskutiert mit den Zuhörern

Eintritt: 5 Euro; ermäßigt 4; 5 Talente 

 

 

Freitag, 04.12.09, 19.00 Uhr, Seidlvilla, Nikolaiplatz 1b

Von den Anfängen des Naturschutzes bis heute: Perspektiven und Realität

Unsere Überlebensfrage ist, wie unter den heutigen Bedingungen eine ökologische Reform durchgesetzt werden und ein anderes System demokratisch aufgebaut werden könnte.

Was leisten in diesem Zusammenhang die Naturschutzverbände? Sie werden im Hinblick auf die politische Macht weiterhin eine marginale Rolle spielen. Ihre Aufgabe wird wie bisher sein, Öffentlichkeit hinsichtlich der Probleme im Natur- und Umweltschutz herzustellen, um so mitzuhelfen, dass ein anderes kulturelles Klima entsteht. Sie können weiterhin in mehr oder weniger kleinen Modellprojekten zeigen, wie in einzelnen Bereichen eine andere Welt möglich ist. Welche Auswirkungen auf Rechtsstaatlichkeit, sozialen Frieden und außenpolitische Sicherheit unter den Bedingungen des Klimawandels sich in den westlichen Ländern bemerkbar machen werden, wenn diesen Staaten die Basis des materiellen Wohlstandes entzogen wird, hat Welzer aus sozialpsychologischer Sicht dargestellt. Eine Explosion der Gewalt in den Staaten und zwischen den Staaten ist zu erwarten.

Referent: Dr. med. Götz Fenske, Mediziner und Biologie, seit 51 Jahren ehrenamtlich aktiv im

Natur- und Umweltschutz, hält einen Vortrag und diskutiert mit den Zuhörern

Eintritt: 5 Euro; ermäßigt 4; 5 Talente

 

 

Freitag, 03.07.09, 19.00 Uhr Mohrvilla, Situlistr. 75

Zur Situation der Frauen in der Welt
Frauenrechte - smarte Entwicklungshelfer?

Die Vereinten Nationen sind sich einig: Geschlechtergleichstellung ist ein Menschenrecht. Darüber hinaus ist das Empowerment von Frauen der Schlüssel um andere Ziele, wie Armutsbekämpfung, Entwicklung und Demokratie zu erreichen.

Politisch relevant wurde diese Erkenntnis durch die Aufnahme in den Katalog der Millennium-Entwicklungsziele - einem Katalog von Forderungen zur Armutsbekämpfung, Umweltschutz und Gesundheitsförderung, einem fairen Weltwirtschaftssystem und eben der Gleichstellung von Frauen und Männern.

Selbst die Weltbank bestätigt, dass mehr Gleichstellung und Frauen-Empowerment auch das Erreichen anderer Millennium Entwicklungsziele (MDGs) positiv beeinflussen: zum Beispiel universelle Schulbildung, niedrigere Sterberate von Unter-Fünf-Jährigen, bessere Müttergesundheit und eine niedrigere Wahrscheinlichkeit an HIV zu erkranken. Außerdem konnte die Weltbank belegen, dass mehr Gleichstellung Armut reduzieren und Wachstum stimulieren kann.

Kurz: Frauen sind ein Entwicklungsmotor. Aber sie sind noch mehr. Sie sind darüber hinaus auch Katalysatoren für Demokratisierung. Frauenbewegungen in aller Welt fordern mehr Demokratie und Menschenrechte und helfen und halfen so bei der Überwindung und Transformation autoritärer Regime. Dies bezeugen vor allem die Demokratisierungsprozesse in lateinamerikanischen Ländern wie Argentinien oder Chile, aber zum Beispiel auch die Frauenbewegung "Sisters in Islam" in Malaysia.
Doch in der Mehrzahl der Länder weltweit wurden die Ziele des Millennium Entwicklungsziels bislang noch nicht erreicht (auch in Deutschland haben Frauen und Männer zwar theoretisch die gleichen Rechte, aber nicht die gleichen Möglichkeiten).

Was kann also getan werden, um mehr Gleichstellung zu erreichen und Frauen in ihrem Empowerment zu unterstützen? Welche Faktoren behindern Frauenrechte und Selbstbestimmung? Welche Rolle spielen kulturelle und religiöse Traditionen? Antworten auf diese Fragen werden im Vortrag vorgestellt und anschließend diskutiert.

Referentin: Julia Schmitt-Thiel, Doktorandin der Politikwissenschaft, Universität Heidelberg

Vorstand von Global Understanding e.V.

Eintritt: 5 Euro; ermäßigt 4; 5 Talente 

 

 

 

26.06.09, 19.00 h, Seidlvilla, München, Nikolaiplatz 1b

Zukunftsszenarios 2025 - Wohin entwickelt sich unsere Gesellschaft?

Dieser Frage ging Martin Schmidt-Bredow, nach.

Kulturphilosophen und Historiker sehen für die kommenden Jahrzehnte Bedingungen für einen Zeitensprung gegeben, von der Dimension ähnlich wie bei Renaissance oder Reformation.

Dabei geht es u.a. um Entscheidungen zwischen einerseits noch mehr Zentralisierung, Globalisierung, Konzernmonopolen und entmündigten Bürgern oder andererseits eher Dezentralisierung, Demokratisierung sowie Stärkung von individueller und regionaler Vielfalt.

Es müssen Fragen beantwortet werden wie:

  • Wenn es für die Mehrheit der Erwerbsfähigen keine Berufstätigkeit mehr gibt, welche neuen Rollen werden sie finden?
  • Dürfte Arbeit als Basis für Besteuerung und Sozialsysteme zu Ende sein?
  • Kommen neue Geld- und Austauschsysteme, neue Wohn- und Lebensformen, ein anderes Wirtschafts- und Finanzsystem?
  • Verschwindet die Nation als Träger der Demokratie?


Eintritt: 5 Euro; ermäßigt 4; 5 Talente

Auf Ihr Kommen freut sich
Ihr E.F.Schumacher-Team

  

Dienstag, 26.05.09, 19.00 h, Seidlvilla, Nikolaiplatz 1b

Carl Amery - Schöpfungsspiritualität und Selbstbegrenzung

Er plädierte lange vor anderen für eine kluge und tiefgedachte Selbstbegrenzung, als grüner Moralist, als Schriftsteller, als Christ.
Der Kapitalimus habe die Demontage des Sollens" bewirkt, denn er wolle und brauche nur den konsumierenden Hedonisten. Ökologischer Wandel verlange nicht nur den Respekt vor den biosphärischen Grenzen, er brauche auch ein geistiges (vielleicht könnte man sogar sagen geistliches) Verlangen, einen wiedererwachten Anspruch an ein gutes Leben, an ein sinnreiches, spirituell erfülltes Leben.
Peter Erlenwein reflektiert Amerys Werk im Zwiegespräch mit Renate Börger (Schumacher Gesellschaft) im Hinblick auf eine neue, nachmoderne (christliche)Schöpfungsspiritualität.

Vortrag mit Aussprache: Referent ist Peter Erlenwein, Dr. phil (geb. 1948), Sozialwissenschaftler (Interkultureller / interreligiöser Dialog), Psychotherapeut, freier Journalist für Rundfunk und Fachzeitschriften, Buchautor "Geist des Erwachens", Mitbegründer des Instituts für integrale Entwicklung (IiE)

Eintritt: 5 Euro; reduziert 4; 5 Talente

 

 

 

Freitag, 03.04.09, 19.00 h, Mohrvilla, Situlistr. 75

Impressionen aus Kerala (Indien) - Bericht über ein Jahr

Zivildienst und das rote Kerala im neoliberalen Umfeld
Leo Selinger wollte seinen Zivildienst in einem Entwicklungsland machen. Die Wahl fiel auf „Mitraniketan", ein autonomes und alternatives ländliches Ausbildungszentrum in Südindien. Er war dort von September 2007 bis August 2008. Als "Entsendeorganisation" fungierte die E.F. Schumacher-Gesellschaft für Politische Ökologie e.V. in München.

Leo wird uns von seinen Motiven vorher, von seinen Gedanken nachher und vor allem von seinen Erfahrungen - auch mit einigen Bildeindrücken - von dort berichten.
Leo´s Vater besuchte ihn dort. Ihn interessierte vor allem auch die spannende - bei uns allerdings wenig bekannte - politische Situation im südindischen Bundesstaat Kerala, das seit der ersten demokratischen Wahl im Jahre 1957 bis heute während der meisten Zeit von Kommunisten und einer „Linken Demokratischen Front" regiert wird. Eine Reihe bemerkenswerter Erfolge wurden erreicht. Aber wie wehrt sich Kerala heute gegen den neoliberalen Zeitgeist?

Dr. Helmut Selinger wird über einige Aspekte aus politischen Gesprächen mit interessanten Persönlichkeiten aus dem linken Spektrum berichten und einige Thesen zur Situation von Kerala im indischen Umfeld zur Diskussion stellen.

Vortrag / Diavortrag / Bericht: Leo und Dr. Helmut Selinger
Eintritt: 4 Euro; reduziert 3; 4 Talente

 

Dienstag, 24.03.09, 19.00 h, Seidlvilla, Nikolaiplatz 1b

Furth - ein Platz an der Sonne

Das sich abzeichnende Ende der fossilen Energien oder deren Verknappung, die Gefährdung durch Atomkraftwerke mit der ungeklärten Entsorgungsproblematik und der schon eingetretene Klimawandel verlangen rasches und konsequentes Handeln. Die Bürgerinnen und Bürger der Gemeinde Furth bei Landshut sind auf dem Weg zu einer verantwortbaren Energieversorgung schon ein gutes Stück vorangekommen und können zeigen, dass eine Energieversorgung allein mit den Erneuerbaren möglich ist.
Bereits seit 1980 gibt es in der Gemeinde eine Gruppe von Engagierten, denen die Energiewende am Herzen liegt. Es wurden Vorträge und Sonnenkollektorbaukurse organisiert, die weit über die Gemeinde hinauswirkten. Regelmäßig wurde von 1982 bis 2007 der „Sonnenenergietag" durchgeführt, die wohl älteste Veranstaltung dieser Art in Deutschland mit einem Vortrags-, Ausstellungs- und Besichtigungsprogramm von Anlagen in der Praxis.
Furth entwickelte sich zu „dem" Solardorf in Niederbayern.
Mit dem Gemeinderatsbeschluss 1999, an der EU-Kampagne "100 Gemeinden in Europa mit 100 Prozent erneuerbare Energie" teilzunehmen, erhielt die Further Energiewende neuen Schub. Als erste und lange Zeit einzige deutsche Gemeinde mit diesem Ziel wurde Furth europaweit als Nummer 7 von der Europäischen Kommission anerkannt. Von diesem hochgesteckten Ziel konnten inzwischen etwa 80 Prozent bei Wärme und 45 Prozent bei Strom erreicht werden.
Verschiedene Anlagen sind dabei in der Gemeinde errichtet worden: Hackschnitzelheizwerk, Biomasseheizanlagen, Biogasanlage, kommunales Energiesparprogramm für öffentliche Gebäude, Energieberatung und ein Bürgersolarkraftwerk.

Referent: Dieter Gewies, Bürgermeister in Furth bei Landshut
Eintritt: 5 Euro, reduziert 4; 5 Talente

 

Dienstag, 17.02.09, 19.00 h, Seidlvilla, Nikolaiplatz 1b

Neue Werte für die Wirtschaft - 50 Vorschläge für eine gerechtere Welt

Der Kapitalismus hält keines seiner zentralen Versprechen. Individuelle Freiheit und persönliches Glück rücken für den Großteil der Menschen in unerreichbare Ferne. Die kapitalistischen Kernwerte - Wachstum, Wettbewerbsfähigkeit, Gewinn - stehen im Widerspruch zu den fundamentalen Werten der Demokratie: Freiheit, Menschenwürde und Gerechtigkeit. Welche Werte aber wollen wir? Christian Felber plädiert für einen ganzheitlichen "Dritten Weg":
In der Wirtschaft sollen dieselben humanen Werte gelten wie in zwischenmenschlichen Beziehungen. Nicht Egoismus, Konkurrenz und Materialismus sollten belohnt werden, sondern Selbst- und Mitbestimmung, Solidarität und ökologische Nachhaltigkeit.
Christian Felber zeigt auf überzeugende Weise, wie wir die Werte der Wirtschaft mit den Werten unseres Lebens in Übereinstimmung bringen und das »Werte schaffen« (Wirtschaften) auf ein neues Fundament stellen können.

Referent: Christian Felber, freier Publizist und Autor
Eintritt: 6 Euro, reduziert 5; 5 Talente

 

Dienstag, 27.01.09, 19.00 h, Mohrvilla, Situlistr. 75

Workshop: Vom Denken zum Handeln - Small is beautiful (4)

Wir setzen die Arbeit des Arbeitskreises Bildung fort.
Der Arbeitskreis ist eine offene Veranstaltung - jeder ist herzlich (und ohne Eintritt) eingeladen.

Wer mitmachen möchte, sollte sich jedoch anmelden bei Ulrich Diekmeyer, Tel. 089-9039333